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Jütlandexpedition des Jugendzentrum Tümpel

Vom 28. März bis zum 4. April 2026 sind sieben Jugendliche des Jugendzentrums Tümpel nach Houvig an der Nordsee aufgebrochen. Ziel war es, für eine Woche gemeinsam unter einem Dach zu leben, selbstgestellte Herausforderungen zu bearbeiten und die Freizeit eigenständig zu gestalten. Das Zusammenwirken des Tümpel-Tresenteams – sowohl im Hinblick auf dieses als auch auf das kommende Jahr – war ebenso Bestandteil wie das gegenseitige Kennenlernen, Einüben und Weiterentwickeln des persönlichen Miteinanders. Auch die Frage gemeinsamer zukünftiger Planungen wurde dabei aufgegriffen.

Die Teilnehmenden wählten eigene private oder auch öffentliche Challenges, denen sie sich während der Zeit in Dänemark stellen wollten. Diese konnten im Verlauf der Tage begonnen oder innerhalb der Woche abgeschlossen werden. Beispiele hierfür waren etwa das tägliche Malen eines Bildes zur Förderung des persönlichen Ausdrucks oder das bewusste Verändern einzelner Gewohnheiten.

Bereits die eigenverantwortliche Gestaltung eines gesamten Tages stellte für einige eine besondere Aufgabe dar, insbesondere dann, wenn der Alltag sonst stark strukturiert und fremdbestimmt ist.

Auch anspruchsvollere Themen wie Abhängigkeiten, Zwänge oder Ängste konnten angesprochen, betrachtet und gegebenenfalls aus neuen Perspektiven heraus eingeordnet werden. Die Frage, was dabei unterstützen kann, stand im Raum. Das Sammeln von Erfahrungen durch Ausprobieren und das bewusste Zulassen neuer Wege bildete dabei einen Leitgedanken. Entsprechende Entwicklungen wurden mit Respekt und Wertschätzung begleitet.

Gemeinsame Aktivitäten wie das Anschauen von Filmen mit anschließendem Austausch, Spiele und Ausflüge in Städte gehörten ebenso dazu wie Strandbesuche, das Bemalen gesammelter Steine oder Abende am Kamin.

Die Begegnung mit Menschen, die ausschließlich Englisch oder Dänisch sprechen und mit einer anderen Währung bezahlen, stellte für einige Teilnehmende eine zusätzliche Herausforderung dar.

Auch Orientierungsaufgaben wurden bewusst unterschiedlich gestaltet: So galt es beispielsweise, ohne Internet und digitale Navigationshilfen Wanderungen zu unternehmen und ein Ziel zu erreichen. Gleichzeitig wurde die Erfahrung gemacht, dass auch mit digitalen Hilfsmitteln und mehreren geübten Nutzenden nicht immer unmittelbar ein gemeinsamer Treffpunkt gefunden werden konnte.

Bei einer Rallye durch ein Waldgebiet mit kleineren Aufgaben und bei gutem Wetter konnten in zwei Gruppen Pflanzen entdeckt, Spuren gelesen und Naturphänomene erkundet werden.

Die durchgehende Ansprechbarkeit einer Begleitperson für Fragen und Anliegen erforderte für einige ebenfalls eine Phase der Gewöhnung – ebenso wie die Perspektive, dass diese intensive gemeinsame Zeit nach einer Woche wieder endet.

Täglich gab es mindestens eine Gelegenheit, Eindrücke und Fragen in der Gruppe zu teilen. Für persönliche Themen stand die Freizeitleitung jederzeit zur Verfügung.

Ein weiterer Bestandteil war die Organisation der Verpflegung: In Kochteams wurden regelmäßig Mahlzeiten für die Gruppe vorbereitet, zubereitet und gemeinsam eingenommen. Für einige Teilnehmende war dies ungewohnt oder neu. Das Ausprobieren unbekannter Rezepte sowie das gemeinsame Essen wurden jedoch überwiegend erfolgreich umgesetzt.

 

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Auch der Spaß kam in Jütland nicht zu kurz

Auch Themen wie Einkauf, Vorratshaltung, Kosten sowie die Planung der Mahlzeiten wurden bereits im Vorfeld erprobt und während der Woche weitergeführt. Ziel war es, eine ausgewogene Verpflegung für alle Teilnehmenden sicherzustellen.

Zum Abschluss bestand die Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse im Spannungsfeld zwischen Unterstützung und wachsender Selbstständigkeit zu reflektieren und einzuordnen.

Martin Greve
Jugendzentrum Tümpel
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